16.05.2026 Tour de Velo
Der IGBCE Bezirk Gelsenkirchen hatte zu einer Bildungsveranstaltung eingeladen, die sich mit der Bergbaugeschichte in Gladbeck befasst hat.
Deshalb trafen sich interessierte Mitglieder aus den Ortsgruppen des Betreuungsbereiches der IGBCE zunächst vor dem Laden „Grubenhelden“ in Gladbeck-Ellinghorst, der sich mit dem Vertrieb von Bekleidungsstücken des Bergmannes beschäftigt.
Auf der Maria-Theresien-Straße, unweit des Ladens, stand bis 1980 der Wetterschacht der Zeche Möller Schacht 5, des Verbundwerkes Möller/Rheinbaben, die auf Gladbecker und Bottroper Stadtgebiet das schwarze Gold bis Mitte der 60-er Jahre zu Tage förderten. Dieser Wetterschacht diente auch als Namensgeber „Luftschacht" für eine Haltestelle der Linie 10 der Vestischen Straßenbahnen, der damals längsten Linie des Ruhrgebietes, am früheren Bahnübergang der RBH (Ver- und Entsorger der Schachtanlagen usw.) gelegen.
Der weitere Weg der Gruppe führte durch das Pestalozzidorf in Ellinghorst, erbaut in den 50-er Jahren von damaligen Azubis der RAG. Hier standen bis in den 90-er Jahren noch zwei ehemalige sogenannte „Bullenkloster", Wohnheime für Bergjungarbeiter.
Von hier führte der Weg zunächst zu den Resten der Möllerschächte 1/2 und weiter zur heutigen Musikschule der Stadt Gladbeck, der damaligen Königlich-Preußischen Berginspektion.
Das am besten erhaltene Relikt aus Bergbautagen in Gladbeck ist und bleibt natürlich die Maschinenhalle der Zeche Zweckel, die ebenfalls angesteuert wurde.
Die weiteren Ziele dieser geschichtsträchtigen Tour bildeten die Standorte der RBH, Graf Moltke 1/2 und Mathias Stinnes 3/7.
Nach einem kurzen Abstecher zum Nordsternpark wurde Ellinghorst wieder erreicht, wo die sich die Teilnehmenden nach rund 30 km radeln bei Ruhrpott-Carpaccio und Hopfenkaltschale stärken konnten.
Text Ingo
Hier der Streckenverlauf: Tour de Velo IGBCE 2026 | Fahrradtour | Komoot
Leider war der Zugang zur Maschinenhalle versperrt.
Bilder von Frank und Karl